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back to the roots

Bulgarien-oder für uns Donkey Country

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Wir sind im Auftrag der Stiftung Tierärzte im Einsatz (www.stie.ch) nach Bulgarien gekommen – genauer ca.drei Stunden südlich von Sofia.

Die Grundidee der Stiftung ist die Förderung von vor Ort angewandtem Tierschutz. Ein Teil davon bezieht sich auf die Betreuung von wildlebenden Hunden. Die Tiere werden kastriert, um den Bestand zu regulieren, aber vorwiegend in ihrer ihnen vertrauten Umgebung belassen. Ein weiteres Projekt der Stiftung ist die Betreuung der hier noch überall anzutreffenden Arbeitsesel. Die Esel werden vorwiegend von sehr armen und/oder alten Menschen genutzt. Die Tierärzte von stie fahren in die kleinen Dörfer, direkt zu den Eseln und ihren Besitzern und versorgen die Tiere medikamentös und gratis. Die Halter der Tiere versprechen dafür die Esel dann, wenn sie alters-, oder krankheitsbedingt nicht mehr genutzt werden können, an die Stiftung abzugeben und sie nicht für den
Schlachtpreis an Eselhändler und damit auf den langen Transport in ein meist italienisches Schlachthaus zu schicken. Für die ausgedienten Esel ist eigens ein Resort errichtet worden (und am entstehen), das zusätzlich einigen Menschen sichere Arbeitsplätze verschafft.

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Da die Tierärzte nicht nur Hufbearbeitungen bei den Eseln durchführen, sondern auch die Zähne der Tiere kontrollieren sind wir zu dieser Reise gekommen. Gemeinsam werden die Zähne der Resortesel gecheckt und dementsprechend bearbeitet.

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Warum in die Ferne schweifen….

.…wenn das Gute liegt so nah…

Eine neue Eiszeit ist angebrochen, aber eine die so richtig warm ums Herz macht. Sie ist pastellfarben und nennt sich Eiscafé Mieze, angesiedelt in der Tübinger Agglomertaion am Rande des Naturparks Schönbuchs. Das man es hier weniger mit Retro und viel mehr mit Stilecht zu tun hat wird schon vor dem ersten Tässchen Kaffee klar – denn irgendetwas ist anders und zwar richtig angenehm anders. Nicht im hippen City-Szeneviertel ist das Café angesiedelt, sondern fast schon in der Middle of nowhere, ohne das man dabei dem beschaulichen Dettenhausen zu Nahe treten möchte. Denn gerade der mehr als ländliche Flair, der die alte Tankstelle am Dettenhauser Ortseingang mit dem jetzt ansässigen Miezecafé umgibt macht den Unterschied zwischen Retro und Wirklichkeit (und weckt das starke Bedürfnis Teil eines Roadmovies zu sein).

Verstärkt wird das 50er Jahre Feeling durch liebevolle Details (man könnte auch Nippes sagen und dabei wird einem dann noch etwas wärmer ums Herz) aus dem hauseigenen Fundus vom Fräulein Schmid höchstpersönlich.

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Und absolut getoppt wird die ganze Geschichte wenn dann tatsächlich das erste Löffelchen Eis (z.B. Gries-Pflaume) auf der Zunge zergeht. Mindestens zehn Sorten Frucht- oder Milcheis werden hauseigen (zum Teil vegan) aus allerbesten Zutaten hergestellt und über die Theke oder zum am (Nieren-)tischchen essen verkauft. Wer dann noch nicht genug hat wirft einen Blick unter die Tortenhaube (oder ins Waffeleisen;) und kommt spätestens dann auf seine Kosten. Für den (tiefen?) Blick ins Glas steht eine kleine aber erlesene Auswahl an Spirituosen und alkoholfreien Getränken zur Auswahl (mein absoluter Favorit: Wostok/Ingver-Estragon).

Für Jung und Alt von Dienstags bis Freitags von 09:00 – 12:00 und von 15:00 bis 18:00, Samstags von 10:00 – 18:00 und Sonntags von 11:00 bis 18:00 geöffnet. Pit-stop einlegen lohnt sich!

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Schwarzer Hund?

Genau, zu diesem Blog gibt es quasi einen Titelsong, den ich niemanden vorenthalten möchte:

Doch was hat Led Zeppelin mit einem WordPressBlog zu tun, der sich bisher mit Kasachstan beschäftigt hat? Ganz einfach, den schwarzen Hund nämlich! Denn „Schwarzchen“ ist sozusagen die simultane Übersetzung (Olga, bitte korrigiere mich auf der Stelle falls das nicht korrekt ist!;) für die so wohlklingende TSCHERNUSCHKA und gleichzeitig das russische Pendant zum Deutschen Klassiker namens „Bello“ (ok, wenn mann Gianna Nannini mit einbezieht wäre es dann ein Italienischer….). Mit Headquarter im Black Forest und pelzig-schwarzem Freund an der Seite ist der Name also Programm. Viel Spass weiterhin!

Kostanay und das erste Klingeln

Nach der holprigen Rückreise durch die Steppe und den vielen Eindrücken vom Land sind wir wieder wohlbehalten im Hauptquartier bei Tante Schenja im Herzen von Kostanay gelandet. Unser treuer Freund und Fahrer Rustam hat sich auch in „seiner“ Stadt das Ziel gesetzt uns jeden sehenswerten Fleck Kostanays zu zeigen. Sein verlässlicher Lada bringt uns zum Wahrzeichen der Stadt, den Getreideähren am Fluss Tobol (siehe oben), der landwirtschaftlichen Universität, dem französichen Viertel, dem Denkmal der Neulandgewinner (Zehntausende Freiwillige, die damals das Land urbar machten) das heute UNESCO Weltkulturerbe ist, dem Hochzeitspalast, der Konfektfabrik und noch vielen vielen weiteren (bzw. allen) Sehenswürdigkeiten des kleinen Städtchens.

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Die kasachische Gastfreundlichkeit bricht (im wahrsten Sinne des Wortes) in (gefühlter) Form einer prallen Lawine aus Konfekt und leckersten Nationalgerichten über uns herein…

Beschbarmak
Beschbarmak
Konfekt
Konfekt

Und wieder fangen unsere Sätze mit „wir haben Glück“ an…denn wir können bei Tante Schenjas Nichte bei der Einschulung dabei sein. Der jährlich erste Schultag ist in Kasachstan immer am 1. September und wird auch das „erste Klingeln“ genannt. Symbolisch trägt deshalb ein Schüler der 11. Klasse eine mit einer Glocke bestückten Erstklässlerin auf den Schultern eine Runde durch den Schulhof. Der Name ist wiedermal Programm und wir genießen die Aufführungen, die so ganz anders sind als bei uns in Deutschland.

FxCam_1441088990968Die Jungen tragen Anzüge und fast alle Mädchen sind von der ersten bis zur elften Klasse mit riesigen weissen Schleifen und Spitzenschürzen geschmückt.

Die Ähren von Kostanay
Die Ähren von Kostanay

Die gute Stimmung bei der Einschulung ist wahrscheinlich nicht nur von der Freude über den Schulbeginn geprägt, sondern auch von der Tatsache, dass es sich hier um ein Eliteinternat mit wissenschaftlicher Ausrichtung handelt. Nur Schüler mit absoluten Bestleistungen werden auf dieser Schule angenommen. In einigen Gesichtern, sei es von Eltern oder Schülern, wird deutlich, dass der Schulbeginn einen Abschied von zu Hause bedeutet und gleichzeitig die grosse Chance ist, dem perspektivlosen Leben auf dem Land zu entkommen.

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Die letzten Tage und Stunden in Zentralasien brechen herein. Tante Schenja hat uns im Schlepptau und wir sind mit typisch touristischen Dingen wie Andenken besorgen, weitere Sehenswürdigkeiten besichtigen, die letzten Tenge ausgeben und ab und an immer wieder vorsichtshalber testen ob der Koffer noch zugeht, beschäftigt. Den letzten Abend verbringen wir mit unseren so lieb gewonnenen Tanten und Freunden noch einmal bei typisch kasachischem Essen (fast) stilecht in einer (fast) echten Jurte.

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Mit Schenjas kleinen Glücksbringern im Gepäck und nicht bevor wir alle eine Minute still auf unseren Stühlen sassen (eine besinnliche Tradition die vor Reisen Glück bringt) werden wir von Rustam verlässlich zum kleinen Flughafen Kostanays gebracht und wir treten die Heimreise an…

Auf dem Land oder eine Reise in die Vergangenheit Teil II

Wir reisen in Begleitung von Tante Walja. Auch sie hat früher in Karabatyr gelebt und kann uns erzählen wie schön und belebt das 2000 Seelen-Dorf einst war. Das wir indirekt auch in Begleitung, bzw. im Schutz von Tante Schenja reisen, erleben wir jeden Tag aufs Neue. Ihre guten Beziehungen reichen in die entlegendsten Winkel Kasachstans und lassen uns immer wieder auf herzlichste Gastfreundlichkeit und routinierte Ladachauffeure treffen.

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Auf diesem Wege erreichen wir auch Kamyschnoje ~ das Dorf in dem Olga geboren wurde und aufwuchs, bevor auch sie mit ihrer Familie 1996 nach Deutschland ausgewanderte. Wir sind froh, in Kamyschnoje ist der Verfall nicht so stark voran geschritten wie in Karabatyr. Olga findet ihr Häuschen in der Majakovskogo 32, in dem sie aufgewachsen ist, auf Anhieb. Vieles ist noch gleich, einiges verändert. Wir haben Glück, die aktuellen Bewohner sind zu Hause und bitten uns sofort herein. Und wir sind gerührt, die beiden 80-jährigen leben hier unter den einfachsten Bedingungen und als wir uns umschauen dürfen, sind sie am Tomaten einmachen für den Winter.

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Wir haben nochmals Glück. Als wir zu Olgas Schule kommen werden wir auch dort hereingebeten und erhalten sogar eine kleine Führung. Alles blitzt und glänzt ~ am 1. September beginnt das neue Schuljahr nach drei Monaten Sommerpause, die genutzt werden um das Gebäude wieder in Schuss zu bringen. Die Schülerzahl hat sich auch hier mehr als halbiert und in Gesprächen wird klar, dass die meisten Eltern alles dran setzten ihre Kinder nach dem Abschluss so schnell wie möglich an einer Universität in der Stadt einzuschreiben. Eine der wenigen Perspektiven hier draussen. Einen starken Kontrast gibt es auch in Kamyschnoje ~ in der Stadtmitte wurde eine Fußgängerzone und Blumenarrangements eingerichtet, die von einem überdimensionalen Flachbildschirm gekrönt werden. Direkt daneben klaffen mannsgrosse Löcher im Asphalt und die traurigen Fassaden nicht mehr genutzter Gebäude.

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Nach einigen Kilometern auf den Spuren von Olgas Kindheit kommen wir erneut in den Genuss von Tante Schenjas perfekt funktionierendem Netzwerk in Form von einer heissen Schüssel Borschtsch und Rustam, der uns sicher und zielstrebig, vorbei an Asbest-, Erz- und Goldmienen durch die unendlichen Weizenfelder zurück in Schenjas Headquarter into the middle of Kostanay chauffiert.

Aufs Land oder eine Reise in die Vergangenheit

Wir sind auf unserem Weg gen Nordwesten. Nach 14 Stunden Nachtzug von Astana nach Kostanay, einem kurzen Zwischenstop bei Tante Schenja und vier weiteren Stunden mit der Marschroutka sind wir tatsächlich auf dem Land angekommen. Der Gegensatz zum prächtig glänzenden Astana könnte nicht krasser sein. Unser erster Halt ist in Karabatyr, hier dürfen wir bei Nina übernachten, die sich ein Häuschen mit ihrer Schwester und deren Familie teilt. Nina hat Beschbarmak, das kasachische Nationalgericht für uns gekocht und den Vodka parat gestellt. Sie freut sich, das wir da sind. Männer sehen wir nur selten im Dorf, die meisten arbeiten bei der Brigade. Es ist Erntezeit und das Land so gross, dass die Männer, die die Ernte einholen wochenlang nicht zu Hause sind. Dies ist fast die einzige Arbeit hier draußen, die ein Einkommen einbringt.

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Die Frauen müssen zu Hause die Stellung halten und die kleine Landwirtschaft umtreiben, was größtenteils den Alltag bestimmt. So ergeht es auch Nina. Ihr Einfallsreichtum lässt uns schmunzeln….da sie Probleme mit dem Sehen in die Ferne hat, wurde ihrer weißen Kuh kurzerhand der Pony rot gefärbt. So hat sie keine Probleme mehr ihr Tier am Abend schnell zu erkennen, wenn alle Kühe des Dorfes vom Weiden in der Steppe nach Hause getrieben werden.

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Beim Gang durch das Dorf sehen wir das viele der Häuser leerstehen oder völlig zerfallen; vom einst zweistöckigen Kindergarten ist nur noch das Fundament vorhanden und das Sportstadiom wuchert langsam zu. Wir treffen nur wenige Bewohner des einstigen Vorzeigedorfes im Norden Kasachstans und fühlen uns wie in einer Geisterstadt. Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein. Diese traurige Entwicklung hat einige Gründe. Einer davon ist sicher, dass fast alle Deutschstämmigen das Dorf kontinuierlich seit Mitte der 90er Jahre (als Folge des Zerfalls der Sowietunion und der Perestrojka) verlassen haben. Beim Gang über den Friedhof sind viele deutsche Namen zu lesen.

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Außerdem wurde das ganze Dorf einst von einer Privatperson aufgekauft und zu einem Vorzeigeort herausgeputzt. Der Nachfolger dieses Millionärs nimmt sein Erbe nicht ernst. Karabatir ist damit, und mit der Abwanderung seiner Bewohner wahrscheinlich dem Untergang geweiht. So erging es leider schon vielen weiteren Dörfern in der Region.

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Ein Hauptbestandteil der Gespräche dreht sich darum wer jetzt wo lebt und wie es ihm ergeht. Die Abwanderung ist überall präsent und liegt wie ein dunkler Schatten über dem Dorf in der Steppe. So raten auch Freunde von Nina und ehemalige Karabatyr-Bewohner unserer Gastgeberin zum Verlassen des Dorfes. Dabei ist ihr Haus eines der wenigen mit fliessendem Wasser. Doch so einfach ist der Weggang nicht. Einen Käufer für das Haus zu finden ist quasi unmöglich, eine Wohnung in einer Kleinstadt würde ein Vielfaches dessen kosten und Heimat ist Heimat.

Astana

Mit dem Flug von Almaty in den Norden nach Astana haben wir nicht nur ca. 1250 km hinter uns gebracht, sondern sind auch in einer völlig anderen Welt angekommen. Allein schon der Temperaturunterschied von tatsächlichen 15 C gepaart mit dem Steppenwind lässt uns leicht erschaudern und als erstes mal die Winterkollektion aufpeppen.

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Zusätzlich ist die neue Hauptstadt Kasachstans wirklich eine andere Welt – selbst im Vergleich zum südlichen Almaty. Hier erscheint alles neu und frisch poliert, fast schon ein bisschen Dubai-like. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn die Stadt ist erst seit 1998 die neue Hauptstadt Kasachstans (früher hiess sie mal Akmola, dann Akmolinsk, dann Tselinograd, dann wieder Akmola und seit 1998 dann Astana) und wurde seit da auch stetig weiter und immer futuristischer aufgepeppt. Die Gegensätze zwischen der alten Hauptstadt Almaty und Astana könnten eigentlich nicht unterschiedlicher sein.

Das viele Grün von Almaty sucht man hier vergeblich. Vielleicht wird sich dass in 10-20 Jahren wandeln, wenn die heute noch jungen Bäume genug Fruchtzwerge abbekommen 😉

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Das Wahrzeichen der Stadt, den 97 m hohen Bajterek, haben wir natürlich auch besucht, denn er ist mit einer schönen Legende verbunden. Bajterek bedeutet nämlich „Baum des Lebens „. Nach einer alten Legende legte der Wundervogel Samruk sein goldenes Ei auf diesem Baum ab. Es war für die Menschen unerreichbar. Im Ei selbst sind die Wünsche uns Sehnsüchte der Menschen verborgen. Eine schöne „Storyline“, wie wir finden.

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…und hier das allseits gewünschte Bild der beiden Protagonistinnen…:-), sowie ein Blickfang aus unserer Lobby:

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Kök-Töbe ~ und wie man wirklich schnell Kilometer in Almaty frisst

„Kök-Töbe ist ein 1130 m hoher Berg am Rande des Kungei-Alatau-Gebirges in der direkten Nähe der kasachischen Stadt Almaty.“ sagt Wikipedia. Die eine oder andere zusätzliche Überraschung hält der Berg aber doch noch für die Deutschen Dewotschki (Mädels) bereit, bzw. sogar schon die Anreise. Haben wir uns bisher strikt an die Sicherheithinweise des Reiseführers und der besorgten Verwandten gehalten (steigt nicht in die Autos fremder Männer!), wurden wir aktuell von unserer neuen Freundin Astrid eines Besseren belehrt. „Laufen nachts? Nein auf keinen Fall, die inoffiziellen Taxis sind doch so schnell und billig!“ Da sie bei der Botschaft arbeitet (und sehr nett ist!) schenken wir ihr Glauben und stellen uns lässig mit einer ausgestreckten Hand (der Daumen bleibt drin) ganz kasachisch an den sechsspurigen Stadthighway. Astrids Schätzung von “ länger als 5 Minuten steht man da nie“ wird noch unterboten und bereits nach gefühlten 20 Sekunden steigen wir in einen altersschwachen Mazda der uns kontinuierlich hupend aber sehr straight zum Kök-Töbe chauffiert. Für die letzten Kilometer steigen wir in einen Marschroutka (Kleinbus) und erreichen unser Ziel dieslmal ziemlich ohne Walking-Almaty. Auch nicht schlecht! Der stadteigene Aussichtsberg bietet Unterhaltung in den schillerndsten Farben: Riesenrad, Schwanenkarussel und (falls man will) ein Foto neben ausgestopften Wölfen für schlappe 100 Tenge. Da wir heute auf Schnäppchentour sind entscheiden wir uns für die Gratisvariante: die Besichtigung des Bronzebeatelsmonuments. Ja genau, richtig gelesen, die vier Jungs aus Liverpool sind tatsächlich auch anwesend.20150824_211447

Der Auslauf hat sich aber auch wegen der fantastichen Aussicht auf die wirklich riesige Stadt gelohnt ~ genau wie unsere anderen vier heutigen Ziele: der Nikolskijbazar (Gebrauchsgegenstände für den Alltag, leckere Samssa und heimisches Obst und Gemüse in Topqualität), die Nikolskijkathedrale (wunderschöne Ikonen mit besinnlich ruhiger Stimmung in und um die Kirche),

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der kleine romantische Schmiedeeiserne Blüten- und Herzenpark und das Nationalmuseum (anthropologiche Landesgeschichte) an der Furmanov Street.

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Diesen auf der ganzen Linie erfolgreichen Tag wollen wir mit einem Besuch in unserem Stammmagasin im eigenen Viertel abrunden. Auch das wird noch getoppt! Tatjanas (so heisst der Laden) Ehemann winkt uns von weitem und schenkt den Nemetski Dewotschki ein Piknik (russischer Schokoriegel). Schon wieder ein Geschenk ~ wir sind happy ~ neben den vielen herzlichen Worten wissen wir gar nicht das wievielte das ist.

Scharyn Canyon ~ östlich von Almaty

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Die klassische Busreise über Land hat uns heute in den ca. 200 km (und gute 4 Fahrtstuden) entegenen Scharyn Canyon im Osten von Almaty (ca. noch 200 km von der chinesischen Grenze entfernt) transportiert. Während der Fahrt erfahren wir, dass wir uns auf der Route der alten Seidenstrasse befinden und immer wieder uigurische Dörfer passieren. Nach einem uigurischen Brauch zieht das Glück zu Hause ein, wenn man ihm Türe und Tore öffnet. Deshalb sieht man auch immer wieder nicht verschlossene Häuser und Gartentore… Ein sehr schöner Brauch finden wir.

Der Canyon mit einer Länge von 154 km und einer Tiefe von bis zu 350 m ist überwältigend und zieht uns stark in seinen Bann. Auf einer ca. einstündigen Wanderung durchqueren wir den Sandsteincanyon, der auch zurecht das Tal der Schlösser gennnt wird.

Scharyn Canyon
Scharyn Canyon

Im Gegensatz zu anderen Nationalparks herrscht hier ein absoluter Mangel an (Hinweis-) Schildern, Absperrungen, Sicherheitsvorkehrungen und Souvenierständen ~ ganz frei nach dem Motto (aus unserem Reiseführer!): jeder bestimmt selbst den Grad der Lebensgefahr.

Scharyn II
Scharyn II

Und wie immer bei so einer Busreise ist die Toilletenfrage elementar. Die Dewutschki (also wir) wurden sogar eigens von der Reiseleiterin dazu aufgrufen beim Stopp auch wirklich einen einzulegen…. Dazu zum Abschluss nur noch das Bild ~ ohne die tausend Worte…

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